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11. European Workshop in Periodontology

Freitag, 5 Dezember 2014

„Effektive Prävention von parodontalen und periimplantären Erkrankungen“ 

Vom 9. bis 12. November 2014 fand erneut eine Europäische Konsensuskonferenz der European Federation of Periodontology (EFP) in La Granja, Spanien statt. Das Conference- Comittee bestehend aus Mariano Sanz, Iain Chapple, Søren Jepsen und Maurizio Tonetti hatte zuvor die Inhalte und Teilnehmer zum Generalthema „Effektive Prävention von parodontalen und periimplantären Erkrankungen“ ausgewählt und 70 Experten nach Spanien eingeladen. Die Experten diskutierten auf der Grundlage von 16 Review-Artikeln in vier Arbeitsgruppen. Die Artikel werden im Frühjahr 2015 als Supplement zum Journal of Clinical Periodontology zusammen mit den Consensus-Reports veröffentlicht werden.

EFP_LaGranja_EFP_2014

Bildunterschrift: v.l.n.r.: Søren Jepsen, Iain Chapple, Mariano Sanz, Maurizio Tonetti
Bildrechte: EFP

Auch dieses Mal hatten Organisator Prof. Mariano Sanz und sein Team die Tagung hervorragend vorbereitet. Um von dem Organisationsteam als Teilnehmer angenommen zu werden, war es entscheidend, Expertise durch Publikationen in den jeweiligen Themenbereichen und sehr gute englische Sprachkenntnisse nachzuweisen. Transparenz wurde sichergestellt, indem alle Teilnehmer ihre möglichen Interessenskonflikte offenlegen mussten.
In Deutschland steht das Thema Prävention aktuell weit vorn auf der gesundheitspolitischen Agenda. Das hatten Mitglieder des Gesundheitsausschusses der Regierungskoalition anlässlich des Parlamentarischen Abends der DG PARO im Oktober 2014 in Berlin unterstrichen. Die deutschen Delegierten hatten großes Interesse am Austausch mit den internationalen Kollegen, denn jede wissenschaftliche Erkenntnis, jede Erfahrung und jeder belegbare Nutzen präventiver Maßnahmen im Bereich der Parodontologie können auch für den politischen Dialog um das anstehende Präventionsgesetz genutzt werden. Insofern dienen die Konsensuskonferenzen nicht nur dem wissenschaftlichen Austausch und der Weiterentwicklung, sondern liefern auch ganz handfeste Argumente für das Anliegen der DG PARO, die parodontologische Prävention und Versorgung zu verbessern und zu verbreitern.
Vier Tage lang bearbeiteten und diskutierten die Experten aus 15 verschiedenen Ländern Fragestellungen, Studien und Ergebnisse. Dabei wurde immer wieder deutlich, wie unterschiedlich die Gesundheitssysteme der einzelnen Länder sind und welch großen Einfluss die Strukturen des jeweiligen Gesundheitswesens auf Prävention haben. Fokusthemen von insgesamt vier Arbeitsgruppen waren die folgenden:

  • Grundsätze der Prävention parodontaler Erkrankungen
  • Primäre Prävention von Parodontitis – Behandlung der Gingivitis
  • Primäre Prävention von Periimplantitis – Behandlung Periimplantären
  • Mucositis
  • Management von Komplikationen gingivaler und parodontaler Erkrankungen
  • und professioneller mechanischer Plaquekontrolle

Grundlage der Diskussionen waren insgesamt 16 Review-Artikel, die im Frühjahr 2015 als Supplement zum Journal of Clinical Periodontology zusammen mit den Consensus-Reports veröffentlicht werden.

EFP_LaGranja_2014

Die aus Deutschland kommende Delegation war mit 12 Experten (N. Arweiler, R. Deinzer, C. Dörfer, H. Dommisch, P. Eickholz, S. Jepsen, T. Kocher, A. Meyer- Bäumer, J. Meyle, B. Pretzl, U. Schlagenhauf, F. Schwarz) als stärkste Fraktion sehr gut vertreten. Ausführlichere Informationen zum Workshop werden Anfang 2015 auch in deutschen Parodontal- und zahnmedizinischen Fachmedien erscheinen.

Pressekontakt: Sieglinde Schneider, Accente Communication GmbH Aarstraße 6765195 Wiesbaden Tel.: +49 (0) 611/40 80-610

Kontaktdaten

Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e. V.
Neufferstraße 1
93055 Regensburg

Phone: 0941-94 27 99 0
Fax: 0941-94 27 99 22
E-mail: kontakt@dgparo.de