Mukositis und Periimplantitis

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Woran erkenne ich Mukositis und Periimplantitis?

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Vorsicht: Mukositis und Periimplantitis können sich entwickeln, ohne dass Sie deutliche Zeichen davon wahrnehmen. Auch deswegen sind regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt so wichtig. 
Mukositis und Periimplantitis sind meist schmerzfrei und werden daher von den Patienten oft übersehen. Wichtigstes Alarmzeichen ist eine erhöhte Blutungsneigung des Zahnfleisches. Allerdings ist auch die für Sie selbst nur schwer erkennbar.

Am ehesten bemerken Sie diese beim Zähneputzen, wenn beim Ausspülen oder bei der Arbeit mit der Zahnzwischenraumbürste oder mit der Zahnseide ein bisschen Blut zu sehen ist.
In der Einheilungsphase ist das zunächst ganz normal. Durch sehr gute Mundhygiene, auch trotz der Blutung, tragen Sie dazu bei, dass sich das Gewebe schnell beruhigt. Haben Sie Ihre Implantate schon länger und stellen eine Blutungsneigung fest, so kann das auf eine Mukositis oder Periimplantitis hinweisen. 
Mögliche weitere Zeichen einer Entzündung sind neben der erwähnten Blutungsneigung auch eine Schwellung der Schleimhaut sowie Mundgeruch oder ein schlechter Geschmack im Mund. Ein Zahnarztbesuch wird auch dann notwendig, wenn Sie eine Lockerung Ihres Zahnersatzes oder Implantats bemerken.
Regelmäßige Kontrollen durch Ihren Zahnarzt und professionelle Zahn-/Implantatreinigungen tragen zur Früherkennung bei und können eine Periimplantitis verhindern. Nehmen Sie daher unbedingt die Kontrolltermine (Recall) wahr und suchen Sie Ihre Praxis auch zwischen den Terminen auf, wenn Sie Entzündungszeichen feststellen.


Mukositis und Periimplantitis sind für Sie kaum erkennbar. Deswegen sind regelmäßige Kontrollbesuche in der Praxis wichtig. Beim Verdacht auf eine Entzündung sollten Sie diese möglichst bald aufsuchen.

Wie werden Mukositis und Periimplantitis behandelt?

Die professionelle Entfernung der bakteriellen Beläge auf der Implantatoberfläche ist die Grundlage einer jeden Behandlung. Möglicherweise sollten Sie antibakterielle Mundspülungen oder Gelees verwenden. Manchmal wird Ihnen auch ein Antibiotikum verschrieben.
In weiter fortgeschrittenen Stadien kann ein kleiner chirurgischer Eingriff notwendig werden. Manchmal ist auch die Entfernung des Implantats notwendig. Grundsätzlich gilt: je früher eine Entzündung festgestellt wird, je besser und erfolgreicher kann sie behandelt werden. Nehmen Sie auch deswegen die Kontrolltermine in Ihrer Praxis unbedingt wahr.
Früherkennung ist wichtig für eine erfolgreiche Therapie. Zusätzlich zur professionellen Entfernung der bakteriellen Beläge empfiehlt Ihre Praxis ggf. noch antibakterielle Mundspüllösungen oder Gelees.

Weitere Auskünfte erteilen:

  • Ihr Zahnarzt
  • Spezialisten der DG PARO
  • Universitätszahnkliniken
  • Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) e.V.